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Zahlungsarten Österreich

Die eps-Überweisung

eps ist das österreichische Onlinezahlverfahren, das vollständig im Online-Banking der eigenen Bank abläuft. Über 11.000 Shops bieten es an, im E-Government ist es faktisch Standard. Für österreichische Onlineshops gehört es in den Zahlartenmix — das deutsche Pendant giropay gibt es dagegen nicht mehr.

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Ein Verfahren, das ohne zusätzliches Konto auskommt

Bei der eps-Überweisung wählt der Kunde im Checkout sein Institut aus, wird in das gewohnte Online-Banking geleitet und gibt dort eine bereits ausgefüllte Überweisung frei. Er legt kein Konto bei einem Zahlungsdienst an, hinterlegt keine Kartennummer und gibt keine Zugangsdaten an eine dritte Stelle weiter. Genau das ist der Grund für die hohe Akzeptanz in Österreich.

Betrieben wird das Verfahren von der PSA Payment Services Austria, die auch das inländische Debit- und Bankomatsystem verantwortet und im Eigentum der österreichischen Banken steht. Entwickelt wurde eps gemeinsam mit den Instituten; angebunden sind über 25 österreichische Banken, darunter UniCredit Bank Austria, BAWAG, Erste Bank und Sparkassen, Raiffeisen und Volksbank.

Für Sie als Händler ist eps kein Terminalthema. Es ist ein reines Onlineverfahren und läuft über Ihren Shop, nicht über die Kassa. Wer stationär und online verkauft, sollte es trotzdem kennen: Es ist der Zahlweg, den ein Teil Ihrer Kundschaft im Onlineshop erwartet, weil er ihn von Behördenwegen kennt.

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Der Ablauf aus Kundensicht

Fünf Schritte, die vollständig in der Umgebung der Hausbank stattfinden. Der Unterschied zur Kartenzahlung liegt im dritten Schritt.

01Auswahl im Checkout
Der Kunde wählt eps als Zahlungsart. Angezeigt wird eine zentrale Bankauswahl mit den teilnehmenden Instituten.
02Weiterleitung ins Online-Banking
Die Anmeldung erfolgt in der gewohnten Bankumgebung. Der Shop sieht die Zugangsdaten zu keinem Zeitpunkt.
03Freigabe der vorbereiteten Überweisung
Betrag und Empfänger sind bereits eingetragen. Der Kunde bestätigt mit dem Verfahren, das seine Bank vorsieht — hier greift die starke Kundenauthentifizierung der Bank, nicht ein zusätzliches Verfahren des Shops.
04Bestätigung an den Händler
Die Bank des Kunden bestätigt die Zahlung unmittelbar. Aus Händlersicht ist das der eigentliche Vorteil: Sie erfahren sofort, dass die Überweisung ausgelöst und gedeckt ist.
05Rücksprung in den Shop
Der Kunde landet wieder im Bestellabschluss. Für ihn war es eine Überweisung, für Sie ein abgeschlossener Zahlungsvorgang.
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Verbreitung: über 11.000 Shops und der Behördenweg

eps ist in Österreich kein Nischenverfahren. Über 11.000 Onlineshops bieten es an, dazu kommt die breite Nutzung bei elektronischen Behördenwegen — vom Antrag bis zur Gebühr. Diese Doppelrolle erklärt den Vertrauensvorsprung: Wer eps von der Behörde kennt, hält es auch im Onlineshop für sicher.

Zur Einordnung im Zahlartenmix: Die Oesterreichische Nationalbank weist für 2024 Online-Ausgaben österreichischer Konsumenten von 10,6 Milliarden Euro aus, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf Kartenzahlungen entfallen davon 38 Prozent, auf Wallets und Internetbezahlverfahren 29 Prozent, auf Überweisungen 10 Prozent, auf Lastschriften 8 Prozent und auf Instant Payments 5 Prozent.

Technisch ist die Anbindung selten ein Hindernis: eps ist bei den relevanten Gateways verfügbar und damit in aller Regel eine Freischaltung, kein Integrationsprojekt. Verbindlich ist, was Ihr Zahlungsdienstleister für Ihr Konto anbietet.

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eps im Vergleich zu den anderen Wegen im Checkout

Vier Zahlwege, wie sie im österreichischen Onlinehandel nebeneinanderstehen. Die Spalten zeigen, was sie strukturell unterscheidet — nicht, was sie kosten.

ZahlwegWas der Kunde tutRückabwicklung läuft überTypisch für
eps-ÜberweisungZahlt im eigenen Online-Banking, ohne zusätzliches KontoRücküberweisung durch den HändlerÖsterreichische Shops und Behördenwege
KartenzahlungGibt Kartendaten ein, mit 3-D Secure als zweitem FaktorGutschrift oder das Reklamationsverfahren des KartensystemsDer breiteste Weg, auch grenzüberschreitend
WalletBestätigt im Konto des Wallet-AnbietersVerfahren des jeweiligen AnbietersWiederkehrende Käufe, mobiler Checkout
SEPA-LastschriftErteilt ein Mandat, der Händler zieht einWiderspruchsrecht des ZahlersAbonnements und wiederkehrende Beträge

Bewusst ohne Kostenspalte: Die Entgelte für die einzelnen Zahlwege sind anbieterabhängig und gehören ins Angebot, nicht auf eine Übersichtsseite.

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Warum es in Deutschland kein Gegenstück mehr gibt

Das funktionale deutsche Pendant hieß giropay. Es wurde zum Jahresende 2024 eingestellt — jede Seite, die es heute noch als Zahlart listet, ist veraltet. Als kommendes europäisches Verfahren ist stattdessen Wero angetreten, das seit November 2025 im deutschen E-Commerce live ist und von den großen Zahlungsdienstleistern unterstützt wird.

eps dagegen läuft weiter. Ob und wann sich daran etwas ändert, sagen wir hier ausdrücklich nicht: Auf der offiziellen eps-Seite steht zu einer Migration oder Einstellung nichts, und eine Vermutung ist kein Sachstand. Wer Ihnen erzählt, eps werde demnächst abgelöst, sollte das belegen können.

Für einen Shop, der beide Märkte bedient, heißt das schlicht: Der Zahlartenmix ist nicht derselbe. In Österreich gehört eps dazu, in Deutschland nicht. Wer die deutsche Konfiguration einfach nach Österreich kopiert, lässt den Zahlweg weg, den ein relevanter Teil der Kundschaft erwartet.

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Was eps nicht ist

eps ist keine Kartenzahlung. Die Reklamations- und Rückbuchungswege der Kartensysteme greifen hier nicht — eine ausgelöste Überweisung wird nicht über ein Chargeback zurückgeholt. Erstattungen laufen als Rücküberweisung von Ihnen an den Kunden. Das ist im Alltag unkompliziert, muss aber in Ihren Prozessen abgebildet sein.

eps ist auch kein Verfahren für den Tresen. Es gibt keine eps-Zahlung am Terminal; wer im Ladengeschäft ein österreichisches Nicht-Kartenverfahren sucht, landet bei Bluecode, das über die Kassensoftware läuft. Und eps ist kein Ersatz für die Kartenakzeptanz: Kundschaft von außerhalb Österreichs kann es nicht nutzen.

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Häufige Fragen zur eps-Überweisung

Brauche ich für eps ein eigenes Konto beim Anbieter?

Nein. Weder Sie noch Ihre Kunden legen ein zusätzliches Zahlungskonto an. Der Kunde zahlt im Online-Banking seiner Bank, Sie erhalten die Gutschrift über Ihren Zahlungsdienstleister beziehungsweise Ihre Bank.

Wann weiß ich, dass die Zahlung gedeckt ist?

Unmittelbar nach der Freigabe. Die Bank des Kunden bestätigt die Zahlung, weshalb aus Händlersicht der Versand ohne Wartezeit auf den Zahlungseingang möglich ist. Genau damit wirbt das Verfahren im Firmenkundengeschäft der Banken.

Können auch deutsche Kunden mit eps zahlen?

Nein. eps setzt ein Konto bei einem teilnehmenden österreichischen Institut voraus. Für Kundschaft außerhalb Österreichs brauchen Sie weiterhin Karte, Wallet oder ein anderes Verfahren.

Ist eps für einen Onlineshop verpflichtend?

Verpflichtend ist es nicht. Praktisch ist es für einen Shop mit österreichischer Kundschaft aber schwer zu begründen, den Zahlweg wegzulassen, den über 11.000 Shops anbieten und den viele aus dem Behördenkontakt kennen.

Wird eps durch Wero abgelöst?

Dazu gibt es keine belegte Aussage. Auf der offiziellen eps-Seite steht nichts zu einer Einstellung oder Migration. Wero ist in Deutschland als Nachfolger des eingestellten giropay angetreten; daraus lässt sich für Österreich nichts ableiten.

Reden wir bei Ihnen im Betrieb.

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