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Vergleich

EC-Terminal ohne Vertrag und ohne Grundgebühr — was es davon gibt

Drei verschiedene Versprechen werden im Markt mit demselben Wort beworben: ohne Grundgebühr, ohne Mindestlaufzeit und „ohne Vertrag". Zwei davon gibt es, eines nicht. Diese Seite trennt sie — und rechnet aus, ab welchem Kartenumsatz das Modell ohne Grundgebühr teurer wird als eines mit.

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Drei Versprechen, ein Wort

Wer nach einem EC-Terminal ohne Vertrag sucht, meint fast nie dasselbe wie der Anbieter, der damit wirbt. Im Markt sind drei Zusagen im Umlauf, die sauber auseinandergehalten werden müssen, weil sie wirtschaftlich völlig Verschiedenes bedeuten.

Die erste ist „ohne Grundgebühr": Es gibt keinen festen Monatsbetrag, dafür einen höheren Satz je Zahlung. Das ist keine Ersparnis, sondern eine Verlagerung — Sie zahlen nicht weniger, sondern anders, nämlich abhängig davon, ob und wie viel kassiert wird. Die zweite ist „ohne Mindestlaufzeit": Der Vertrag ist kurzfristig kündbar, häufig monatlich. Das ist eine echte, prüfbare Zusage und die wirtschaftlich wertvollste der drei, weil sie den Fehler des Wechsels billig macht.

Die dritte ist „ohne Vertrag" im Wortsinn. Die gibt es nicht, und zwar aus einem Grund, der nichts mit Geschäftspolitik zu tun hat: Kartengeld fließt nur, wenn jemand die Zahlung annimmt, garantiert und auf Ihr Konto weiterleitet. Diese Zusage ist der Vertrag. Ein Gerät, zu dem niemand einen solchen Vertrag geschlossen hat, nimmt keine Karte an — unabhängig davon, wem es gehört und was es gekostet hat.

Praktisch heißt das: Die interessante Frage lautet nicht „mit oder ohne Vertrag", sondern „wie lange bin ich gebunden und woraus besteht der Preis". Beides steht in jedem Angebot, auch in den flexibelsten.

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Was bei jedem der drei Versprechen tatsächlich zugesagt ist

Links das Wort aus der Werbung, in der Mitte die Zusage dahinter, rechts die Frage, mit der Sie prüfen, ob sie eingehalten wird.

Beworben alsZugesagt istWeiterhin giltPrüffrage
Ohne GrundgebührKein fester Monatsbetrag für Anschluss und GerätEin Satz je Zahlung, meist pauschal über alle Kartenarten, sowie Entgelte, die erst nach der Zahlung anfallenWie hoch ist der Satz — und gilt er auch für Firmen- und Auslandskarten?
Ohne MindestlaufzeitKurze Kündigungsfrist, häufig zum MonatsendeEin Rahmen- und Akzeptanzvertrag mit Bedingungen, Kündigungsform und RückgaberegelungIn welcher Form muss gekündigt werden, und was passiert mit dem Gerät?
Ohne VertragNichts Zusätzliches — die Formulierung meint eine der beiden Zusagen obenAkzeptanzvertrag, Identifizierung nach dem Geldwäschegesetz, BedingungswerkWelche der beiden Zusagen ist gemeint, und wo steht sie schriftlich?
Gerät geschenkt oder null EuroKeine Anschaffungs- oder Mietkosten für die HardwareDie Gerätekosten sind in den laufenden Satz eingerechnet oder an eine Bindung geknüpftUnter welcher Bedingung gilt das, und was gilt, wenn sie entfällt?

Allgemeine Marktmechanik, keine Konditionen von SENZA und keine Aussage über einen einzelnen Anbieter. Welche Entgelte im Markt üblicherweise neben dem beworbenen Preis stehen, steht mit belegten Beispielen auf der Seite zum fairen Terminalvertrag.

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Warum es „ohne Vertrag" nicht geben kann

An jeder Kartenzahlung hängt eine Kette: Das Terminal fragt an, ein Netz leitet weiter, ein Acquirer nimmt die Zahlung an und garantiert sie, das Geld wird gutgeschrieben. Jedes Glied dieser Kette handelt auf Grundlage einer Vereinbarung. Der Händler braucht davon mindestens zwei: eine über die Kartenakzeptanz und eine über den technischen Anschluss. Ob sie in einem Dokument stehen oder in zweien, ändert nichts am Umstand.

Dazu kommt eine Pflicht, die nicht verhandelbar ist. Wer Kartenzahlungen annimmt, wird vom Zahlungsdienstleister nach dem Geldwäschegesetz identifiziert — Gewerbeanmeldung oder Registerauszug, Ausweis, wirtschaftlich Berechtigte. Deshalb gibt es auch bei den flexibelsten Anbietern eine Registrierung mit Prüfung, bevor das erste Mal kassiert werden kann. Ein Anbieter, der ein Terminal ohne jede Prüfung zusagt, sagt etwas zu, das er nicht halten darf.

Der praktische Unterschied liegt woanders: In den flexiblen Modellen ist der Vertrag kurz, in Textform geschlossen und kurzfristig beendbar. In den klassischen Modellen ist er länger, umfangreicher und im Markt regelmäßig mit mehrjähriger Bindung versehen. Das ist der Punkt, an dem sich die Angebote wirklich unterscheiden — nicht an der Frage, ob ein Vertrag existiert.

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Der Umschlagpunkt: ab wann ein Fixtarif günstiger wird

Die entscheidende Zahl nennt kaum jemand, dabei ist sie mit einer Zeile Rechnung zu haben. Ein Modell ohne Grundgebühr und ein Modell mit Grundgebühr unterscheiden sich in zwei Größen: dem festen Monatsbetrag und dem Satz je Zahlung. Der Punkt, an dem beide gleich viel kosten, ist der Monatsumsatz, bei dem die gesparte Grundgebühr genau vom höheren Satz aufgewogen wird.

Die Rechnung dazu: Grundgebühr geteilt durch die Differenz der beiden Sätze — die Differenz als Dezimalzahl, also 0,6 Prozentpunkte als 0,006. Das Ergebnis ist der monatliche Kartenumsatz, ab dem der Tarif mit Grundgebühr günstiger ist. Ein erfundenes Rechenbeispiel zur Veranschaulichung, mit runden Zahlen und ohne Bezug auf ein reales Angebot: achtzehn Euro Grundgebühr, 1,5 Prozent gegen 0,9 Prozent. Achtzehn geteilt durch 0,006 ergibt 3.000 Euro. Wer weniger als 3.000 Euro im Monat über Karte einnimmt, fährt in diesem Beispiel ohne Grundgebühr besser; wer mehr einnimmt, mit. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein — das Ergebnis verschiebt sich erheblich.

Drei Korrekturen gehören dazu, sonst rechnet man an der Wirklichkeit vorbei. Erstens das feste Entgelt je Zahlung: Viele Tarife mit Grundgebühr haben zusätzlich einen Centbetrag je Transaktion. Der wiegt umso schwerer, je kleiner Ihr durchschnittlicher Bon ist — bei einem Bäckereibon von vier Euro ist er die dominante Position, bei einem Werkstattbon von vierhundert Euro fällt er nicht ins Gewicht. Rechnen Sie ihn deshalb mit Ihrer Anzahl Zahlungen, nicht mit Ihrem Umsatz.

Zweitens der Kartenmix. Ein Pauschalsatz gilt für alle Karten gleich, ein aufgeschlüsselter Tarif macht girocard billiger als eine Kreditkarte. Wer überwiegend girocard kassiert, verschiebt den Umschlagpunkt dadurch deutlich nach unten. Wer viele Auslands- oder Firmenkarten sieht, nach oben. Nehmen Sie den Kartenmix aus Ihren eigenen Vorjahresabrechnungen, nicht aus einer Musterrechnung.

Drittens die Positionen nach der Zahlung. Rückbuchungen, Auszahlungen auf das eigene Konto, Inaktivität, Sonderauswertungen: Sie tauchen in keinem der beiden beworbenen Preise auf und sind gerade in den Modellen ohne Grundgebühr regelmäßig der Teil, der nicht veröffentlicht wird. Wer sie nicht kennt, vergleicht zwei unvollständige Zahlen miteinander.

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Wo die Kosten stehen, wenn keine Grundgebühr erhoben wird

Kein Anbieter arbeitet umsonst. Diese sieben Stellen sind im Markt die üblichen Orte, an denen der Preis stattdessen steht. Die Liste nennt bewusst keine Beträge und keine Anbieter — sie ist als Fragenkatalog gedacht.

01Der Pauschalsatz über alle Kartenarten
Die wichtigste Stelle. Ein einheitlicher Satz behandelt eine girocard-Zahlung wie eine Kreditkartenzahlung, obwohl die Vorkosten sich stark unterscheiden. Bei girocard-lastigen Betrieben ist das die teuerste Einzelentscheidung des Tarifs.
02Der Kaufpreis der Hardware
Wo keine Miete läuft, wird das Gerät in der Regel gekauft. Rechnen Sie den Preis auf die geplante Nutzungsdauer um, dann steht er wieder als Monatsbetrag da — und ist mit einer Miete vergleichbar.
03Der Weg des Geldes
Läuft der Umsatz über ein Konto des Anbieters und wird von dort weitergeleitet, oder wird direkt auf Ihr Bankkonto gutgeschrieben? Im ersten Fall prüfen Sie, ob die Weiterleitung etwas kostet und wie schnell sie erfolgt.
04Entgelt bei Inaktivität
Ein Modell, das nur bei Nutzung kostet, hat für den Anbieter das Problem des ruhenden Kontos. Die übliche Antwort darauf ist ein Entgelt nach einer gewissen Zeit ohne Transaktion. Das trifft ausgerechnet die Saison- und Gelegenheitsbetriebe, für die das Modell gedacht ist.
05Rückbuchungen
Was eine Rückbuchung kostet, gehört zu den am seltensten veröffentlichten Angaben des gesamten Marktes — auch bei Anbietern, die ihren Hauptpreis vorbildlich offenlegen. Fragen Sie ausdrücklich danach, bevor Sie sich entscheiden.
06Fremdwährung und Zusatzdienste
Umrechnung, Trinkgeldfunktion, Gutscheine, Auswertungen, Kassenanbindung: Vieles, was im klassischen Netzbetrieb Teil des Pakets ist, ist hier ein kostenpflichtiges Modul. Vergleichen Sie deshalb Pakete, nicht Prozentsätze.
07Der Support
Kein Preisschild, aber ein realer Kostenfaktor. Ein Terminalausfall am Samstag kostet Umsatz, nicht Gebühren. Prüfen Sie, ob es eine zugesagte Reaktionszeit und ein Austauschgerät gibt oder nur ein Hilfeportal.
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Wann das Modell ohne Grundgebühr das richtige ist

Es gibt diese Fälle, und sie sind häufiger, als ein Anbieter mit Fixtarifen gern zugibt. Der klarste ist der unregelmäßige Umsatz: Marktstand, Vereinsfest, Hofladen an drei Tagen der Woche, Saisonbetrieb mit vier Monaten Schließzeit. Ein fester Monatsbetrag läuft in den stillen Monaten weiter, ein Satz je Zahlung nicht. Solange der Kartenumsatz unter dem errechneten Umschlagpunkt bleibt, ist das flexible Modell schlicht das günstigere.

Der zweite Fall ist der Einstieg. Wer noch nicht weiß, wie viel überhaupt mit Karte gezahlt wird, sollte das nicht raten, sondern messen. Ein paar Monate mit einem kurzfristig kündbaren Modell liefern genau die Zahlen — Kartenumsatz, Anzahl Zahlungen, durchschnittlicher Bon, Kartenmix —, mit denen sich anschließend seriös verhandeln lässt. Das ist kein Umweg, sondern die Vorbereitung.

Der dritte ist das Zweitgerät für den Ausnahmefall: der Außendienst, der zweimal im Monat kassiert, die Kasse für den Weihnachtsmarkt, das Ersatzgerät im Schrank. Hier zählt Verfügbarkeit, nicht Stückkosten.

Gegen das Modell spricht es dagegen zuverlässig in einer Konstellation: regelmäßiger täglicher Kartenumsatz oberhalb des Umschlagpunkts, hoher girocard-Anteil und ein Betrieb, für den ein Ausfall des Terminals unmittelbar Umsatz kostet. Dann zahlen Sie den Pauschalsatz auf jeden Euro, subventionieren mit Ihren girocard-Zahlungen die teureren Kartenarten quer und haben im Störungsfall keine zugesagte Reaktionszeit. Wenn Sie unsicher sind, welcher Fall auf Sie zutrifft, rechnen wir den Umschlagpunkt mit Ihren Zahlen gemeinsam durch — auch wenn dabei herauskommt, dass Sie noch nicht wechseln sollten.

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Häufige Fragen zu Terminals ohne Vertrag und ohne Grundgebühr

Gibt es ein EC-Terminal ohne Vertrag?

Nein, wenn damit „ganz ohne Vereinbarung" gemeint ist. Kartengeld fließt nur auf Grundlage eines Akzeptanzvertrags, und die Identifizierung nach dem Geldwäschegesetz ist gesetzlich vorgeschrieben. Ja, wenn „ohne Mindestlaufzeit" gemeint ist: Kurzfristig kündbare Verträge gibt es im Markt, und sie sind eine echte Zusage. Achten Sie darauf, welche der beiden Aussagen ein Anbieter tatsächlich schriftlich macht.

Gibt es ein EC-Gerät ohne Grundgebühr?

Ja, dieses Modell existiert. Es bedeutet nicht, dass die Kartenzahlung nichts kostet, sondern dass der Preis vollständig im Satz je Zahlung steckt — meist als Pauschale über alle Kartenarten. Ob das für Sie günstiger ist, hängt an Ihrem monatlichen Kartenumsatz und an Ihrem Kartenmix. Die Rechnung dazu steht weiter oben auf dieser Seite.

Was ist der Unterschied zwischen „ohne Vertrag" und „ohne Laufzeit"?

„Ohne Laufzeit" heißt: Der Vertrag existiert, ist aber kurzfristig kündbar. „Ohne Vertrag" ist eine Werbeformulierung für dasselbe oder für „ohne Grundgebühr". Fragen Sie im Zweifel nach der Kündigungsfrist und nach der Kündigungsform. Textform, also E-Mail, ist deutlich praktischer als Schriftform auf Papier; in der Praxis scheitern mehr Kündigungen an der Form als an der Frist.

Ab welchem Umsatz lohnt sich ein Tarif mit Grundgebühr?

Rechnerisch ab dem Punkt, an dem die Grundgebühr geteilt durch die Satzdifferenz kleiner ist als Ihr monatlicher Kartenumsatz. Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht — sie hängt an der Höhe der Grundgebühr, an beiden Sätzen, an Ihrem Kartenmix und an der Anzahl Ihrer Zahlungen. Deshalb steht auf dieser Seite die Formel und keine Schwelle.

Ist ein kostenloses Terminal wirklich kostenlos?

Das Gerät kann es sein. Die Kartenzahlung ist es nie: Ein Teil jedes Betrags geht an die kartenausgebende Bank und an das Kartensystem, bevor überhaupt ein Anbieter etwas verdient. Ein kostenloses Gerät ist deshalb eine Aussage über die Hardware, nicht über die Kosten der Zahlung.

Muss ich für ein flexibles Modell auf girocard verzichten?

Nicht mehr grundsätzlich. Die Zahlartenlisten im flexiblen Segment haben sich in den vergangenen Jahren verändert, und girocard ist dort inzwischen verbreitet — aber nicht überall und nicht auf jedem Gerät. Prüfen Sie die Zahlartenliste zu genau dem Produkt, das Sie nehmen wollen, nicht die des Anbieters insgesamt.

Nennt SENZA auf dieser Seite eigene Konditionen?

Nein. Konditionen legen wir nicht auf der Website fest, sondern im Gespräch — weil ein Satz ohne Ihren Kartenmix und Ihren Bonwert nichts aussagt. Was wir hier tun, ist die Rechnung offenzulegen, mit der Sie jedes Angebot beurteilen können, auch ein fremdes. Wenn dabei herauskommt, dass ein flexibles Modell für Ihren Betrieb das richtige ist, sagen wir Ihnen das.

Reden wir bei Ihnen im Betrieb.

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