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Zahlungsart

giropay wurde eingestellt — was das für Ihren Shop bedeutet

giropay gibt es seit Ende 2024 nicht mehr. Trotzdem steht das Verfahren bis heute in Zahlartenlisten, Vergleichstabellen und Shop-Fußzeilen. Diese Seite ordnet den Sachstand ein, trennt giropay sauber von der girocard und sagt, wo Sie nachsehen sollten.

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Der Sachstand in drei Sätzen

Die Gesellschafter der Paydirekt GmbH haben am 12. Juni 2024 beschlossen, das Zahlverfahren giropay zum Ende des Jahres 2024 einzustellen. Seither ist es kein aktives Zahlverfahren mehr. Ein Abruf der Adresse giropay.de im August 2026 beantwortet die Anfrage mit einer dauerhaften Weiterleitung auf girocard.eu — die Domain wird also nicht einmal mehr als eigenständiges Angebot geführt.

Für Sie heißt das ganz praktisch: giropay darf in Ihrem Checkout, in Ihren Zahlungsbedingungen und in Ihrer Zahlartenleiste nicht mehr auftauchen. Nicht als „vorübergehend nicht verfügbar", nicht als „auf Anfrage", sondern gar nicht.

Und umgekehrt: Wenn Ihnen ein Zahlungsanbieter im Jahr 2026 giropay noch als Zahlart anbietet oder es in seinem Leistungsverzeichnis führt, ist das kein Detail, über das man hinwegsehen sollte. Es ist ein Hinweis darauf, wie aktuell die übrigen Angaben dieses Anbieters sind.

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giropay ist nicht girocard — die wichtigste Verwechslung

Die beiden Namen liegen nur zwei Buchstaben auseinander und werden deshalb ständig durcheinandergebracht — bis in Fachartikel hinein. Sie bezeichnen aber zwei völlig verschiedene Dinge, und nur eines davon ist eingestellt worden.

Die girocard ist das Debitverfahren der deutschen Kreditwirtschaft an der Ladenkasse. Sie ist das mit Abstand meistgenutzte Kartenverfahren in Deutschland, sie lebt, und sie wächst. Wenn Ihr Terminal girocard akzeptiert, ändert sich für Sie durch das Ende von giropay nicht das Geringste.

giropay dagegen war ein Onlineverfahren: Der Kunde bestätigte eine Zahlung im Onlinebanking seiner Bank, ohne Kartendaten einzugeben. Es war der deutsche Versuch, PayPal etwas entgegenzusetzen. Genau dieses Verfahren gibt es nicht mehr — und die Verwechslung ist der Grund, warum manche Händler nach der Meldung glaubten, ihr Kartenterminal sei betroffen. Es ist es nicht.

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Warum es gescheitert ist

Das Angebot war 2015 als deutsche Antwort auf PayPal gestartet, getragen von der Kreditwirtschaft. Der Hintergrund der Einstellung ist in der Fachpresse einheitlich beschrieben: Das Verfahren erreichte weder bei den Verbrauchern noch bei den Händlern die erhoffte Reichweite, und die Bereitschaft zu weiteren Investitionen war entsprechend gering.

Das ist mehr als eine Anekdote, denn es erklärt, warum das Nachfolgethema anders aufgezogen ist. giropay musste sich seine Nutzer einzeln erarbeiten. Das europäische Verfahren Wero, das seit November 2025 im deutschen Onlinehandel läuft, kommt stattdessen über die Banking-Apps der Sparkassen sowie der Volks- und Raiffeisenbanken zu den Kunden — also über Anwendungen, die diese ohnehin nutzen.

Ob das reicht, wird sich zeigen. Für Ihre Entscheidung heute ist nur eines wichtig: Das Ende von giropay hat keine Lücke hinterlassen, die Sie schließen müssten. Die Zahlarten, die Ihren Umsatz tragen, sind dieselben geblieben.

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Wofür Kunden giropay genutzt haben — und was heute an dieser Stelle steht

giropay bediente ein bestimmtes Bedürfnis: bezahlen ohne Kartendaten, mit direkter Kontobelastung. Für dieses Bedürfnis gibt es heute Alternativen.

Was der Kunde wollteWomit giropay das lösteWo das heute steht
Ohne Kartendaten bezahlenFreigabe im Onlinebanking der eigenen BankWero, freigegeben in der Bank- oder Wero-App
Sofortige Belastung des GirokontosÜberweisung im Anschluss an die FreigabeWero über die Echtzeitüberweisung; alternativ die SEPA-Lastschrift
Kein zusätzliches Nutzerkonto anlegenDer bestehende Onlinebanking-Zugang genügteWero über die Banking-App; ansonsten Karte oder Lastschrift
Ein deutsches beziehungsweise europäisches Verfahren nutzenTräger war die deutsche KreditwirtschaftWero als Verfahren der European Payments Initiative
Erst nach Erhalt der Ware zahlenDeckte giropay nie abKauf auf Rechnung — im deutschen Handel die gewichtigere Zahlart
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Fünf Stellen, an denen giropay bei Ihnen noch stehen kann

Erfahrungsgemäß verschwindet eine Zahlart aus dem Checkout schnell und aus allem anderen gar nicht. Diese fünf Stellen lohnen eine Viertelstunde.

01Die Zahlartenleiste im Shop-Footer
Häufig ein fest hinterlegtes Bild aus der Zeit der Shop-Erstellung. Es wird bei Zahlarten-Änderungen fast nie mit angefasst, steht aber auf jeder einzelnen Seite Ihres Shops.
02Zahlungsbedingungen und Allgemeine Geschäftsbedingungen
Wenn dort eine Zahlart aufgeführt ist, die es nicht mehr gibt, ist das kein Weltuntergang, aber es ist angreifbar und es wirkt ungepflegt. Ihre Rechtsberatung braucht dafür zwei Minuten.
03Die Zahlungsart-Auswahl im Shopsystem
Manche Systeme lassen eine deaktivierte Zahlart als Karteileiche stehen. Prüfen Sie, ob sie wirklich deaktiviert und nicht nur ausgeblendet ist — sonst taucht sie nach dem nächsten Update wieder auf.
04Rechnungs- und Bestellvorlagen
In Bestellbestätigungen und auf Rechnungsformularen stehen Zahlungshinweise oft im Fließtext. Diese Vorlagen werden selten überarbeitet und landen trotzdem bei jedem einzelnen Kunden.
05Ihr eigener Anbietervergleich
Wenn Sie gerade Angebote einholen: Prüfen Sie die Zahlartenliste jedes Anbieters auf giropay. Es ist der schnellste verfügbare Test dafür, ob dessen Unterlagen gepflegt werden oder seit Jahren unverändert herumliegen.
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Wie belastbar diese Information ist

Wir halten es für richtig, an dieser Stelle die Quellenlage offenzulegen, statt sie zu glätten. Der Einstellungsbeschluss vom 12. Juni 2024 und der Hintergrund sind über die Fachpresse belegt. Die Weiterleitung von giropay.de auf girocard.eu haben wir im August 2026 selbst abgerufen — das ist ein direkt nachprüfbarer Befund, den Sie in zehn Sekunden wiederholen können.

Was wir dagegen nicht anbieten können, ist eine bis heute erreichbare Primärquelle der deutschen Kreditwirtschaft: Der Beitrag zur Einstellung, auf den die Weiterleitung ursprünglich zielte, ist nicht mehr abrufbar. Die Sache selbst steht damit außer Zweifel; die dokumentarische Grundlage ist aber Presseberichterstattung plus eigener Abruf, nicht ein amtliches Dokument.

Diesen Unterschied nennen wir Ihnen deshalb, weil er Ihr Maßstab für alles sein sollte, was Sie auf Anbieterseiten lesen — auch auf unserer.

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Häufige Fragen zum Ende von giropay

Ist meine girocard-Akzeptanz am Terminal betroffen?

Nein. girocard und giropay sind zwei verschiedene Verfahren. Die girocard ist das Debitverfahren an der Ladenkasse und uneingeschränkt aktiv. Eingestellt wurde das Onlineverfahren giropay.

Seit wann genau gibt es giropay nicht mehr?

Der Beschluss der Gesellschafter datiert auf den 12. Juni 2024, die Einstellung erfolgte zum Ende des Jahres 2024. Seither ist es kein aktives Zahlverfahren mehr.

Was ist mit paydirekt?

Träger von giropay war die Paydirekt GmbH; beide Angebote stammen aus demselben Umfeld der deutschen Kreditwirtschaft und wurden gemeinsam beendet. Ein aktives Verfahren dieses Namens gibt es im Onlinehandel nicht mehr.

Muss ich jetzt eine Ersatz-Zahlart einbauen?

Nicht zwingend. giropay hatte in den meisten Shops einen sehr kleinen Anteil — genau das war ja der Grund für die Einstellung. Wenn Sie Karte, PayPal und Lastschrift anbieten, ist die Lücke praktisch nicht spürbar. Wero können Sie ergänzen, wenn Ihr Zahlungsdienstleister es unterstützt.

Kann ich die eps-Überweisung aus Österreich als Ersatz nutzen?

Für Kunden in Österreich ist die eps-Überweisung ein etabliertes und weiterhin aktives Verfahren. Sie ist aber kein deutscher Ersatz für giropay, sondern ein österreichisches Verfahren für österreichische Kundschaft. Wer nach Österreich verkauft, sollte sie im Checkout haben.

Woran erkenne ich sonst noch veraltete Anbieterangaben?

Neben giropay sind Maestro und V Pay gute Indikatoren: Die Ausgabe neuer Maestro-Karten wurde zum 1. Juli 2023 eingestellt. Wer diese Marken 2026 noch als zentrale Zahlarten bewirbt, statt die Nachfolger Debit Mastercard und Visa Debit zu nennen, arbeitet mit alten Unterlagen.

Reden wir bei Ihnen im Betrieb.

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