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Konditionen

Wann Ihr Geld auf dem Konto ist

Im Angebot steht ein Prozentsatz. Was selten dabeisteht: wann der Betrag auf Ihrem Konto ankommt, auf welchem Konto er zwischenlandet und was der Weg von dort zu Ihnen kostet. Für die Liquidität eines kleinen Betriebs ist diese Frage oft wichtiger als die zweite Nachkommastelle im Disagio.

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Die Frage, die im Angebot nicht beantwortet wird

Kartenzahlung ist für den Kunden sofort erledigt und für den Händler nicht. Zwischen dem Moment, in dem das Terminal die Zahlung bestätigt, und dem Moment, in dem das Geld verfügbar ist, liegen mehrere Schritte: die Einreichung der Umsätze, die Abrechnung durch den Acquirer und die Überweisung an Sie. Jeder dieser Schritte hat einen Zeitpunkt, und mancher hat einen Preis.

Für einen Betrieb mit angespannter Liquidität ist das keine Nebensache. Wer Ware wöchentlich bezahlt und Löhne monatlich, merkt den Unterschied zwischen einer Gutschrift am Folgetag und einer Sammelabrechnung sofort. Und wer für jede Überweisung aufs eigene Konto ein Entgelt zahlt, hat einen Kostenblock, der in keiner Disagio-Tabelle auftaucht.

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Zwei Modelle, ein entscheidender Unterschied

Im Markt gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Wege, wie Ihr Geld zu Ihnen kommt. Im klassischen Modell rechnet der Acquirer ab und überweist auf das Bankkonto, das Sie im Vertrag angegeben haben — Ihr Hausbankkonto. Es gibt kein Konto dazwischen, und für den Weg dorthin fällt kein eigenes Entgelt an.

Im zweiten Modell führt der Anbieter selbst ein Zahlungskonto für Sie. Die Umsätze landen zuerst dort, und von dort überweisen Sie weiter, wann Sie wollen. Das ist bequem, weil das Geld oft sehr schnell verfügbar ist, und es hat einen Preis: Bei einigen Anbietern kostet jede Überweisung auf das eigene Bankkonto Geld.

Der Unterschied taucht in keinem Prozentvergleich auf, weil er kein Prozentsatz ist. Er gehört trotzdem in jede Rechnung — vor allem dann, wenn Sie täglich abrufen wollen.

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Auszahlung bei drei bekannten Anbietern

Alle Angaben aus den öffentlichen Preisseiten der Anbieter, abgerufen am 1. August 2026. Die Tarifnamen sind die des jeweiligen Anbieters.

AnbieterWohin das Geld zuerst gehtAuszahlung auf Ihr Bankkonto
SumUpauf das SumUp Business-Kontoim Business-Konto enthalten, Gutschrift am Folgetag bis 7 Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen
Zettle (PayPal)auf das Zettle-Guthabenkostenlose automatische Weiterleitung
myPOSauf das myPOS-Zahlungskonto1,00 Euro je SEPA-Überweisung im Tarif One, 0,50 Euro im Tarif Plus, 0,25 Euro im Tarif Pro

Quellen: Preisseiten von SumUp, Zettle und myPOS für Deutschland, Stand 01.08.2026. Bei zwei der drei Anbieter waren die Rückbuchungsentgelte zum Abrufzeitpunkt nicht öffentlich ausgewiesen; einer verweist dafür ausdrücklich ins eingeloggte Händlerkonto.

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Die Rechnung, die den günstigsten Prozentsatz umdreht

Der Anbieter mit dem niedrigsten beworbenen Satz im Feld hat die höchsten Nebenkosten. Das lässt sich vorrechnen: Ein Händler im myPOS-Tarif One, der sein Geld werktäglich auf sein Bankkonto holt, zahlt bei 22 Werktagen 22 Euro im Monat allein an Überweisungsentgelten — mehr, als der nächsthöhere Tarif desselben Anbieters an Grundgebühr kostet.

Bezahlt wird damit etwas, das im klassischen Netzbetrieb ohne gesondertes Entgelt geschieht: die Gutschrift auf dem eigenen Hausbankkonto. Das ist kein Vorwurf — das Modell mit eigenem Zahlungskonto hat echte Vorteile, etwa Geschwindigkeit und eine zugehörige Geschäftskarte. Es ist nur eben nicht kostenlos, und der Preis steht nicht in der Zeile, in die alle schauen.

Prüfen Sie deshalb bei jedem Angebot mit eigenem Zahlungskonto zwei Zahlen: was eine Auszahlung kostet und wie oft Sie sie tatsächlich brauchen. Multiplizieren Sie beides und rechnen Sie es zum Disagio hinzu.

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Weitere Entgelte rund um die Auszahlung

Positionen, die erst nach der Transaktion entstehen und deshalb in keinem Disagio-Vergleich auftauchen. Jede Zeile gilt nur für den genannten Anbieter.

AnbieterPositionEntgelt
myPOSBargeldabhebung am Geldautomaten1 Prozent, mindestens 2 Euro, höchstens 10 Euro
myPOSInternationale Überweisung0,25 Prozent, mindestens 9 Euro
myPOSInaktivität nach zehn Monaten ohne Transaktion20 Euro — laut Anbieter „keine Standardgebühr", nur in Ausnahmefällen erhoben
myPOSBearbeitung einer Rückbuchung15 Euro je Fall
secupayAufschlag für tägliche Auszahlung0,10 Prozent vom Transaktionsbetrag
secupayAufschlag für Bruttoauszahlung0,10 Prozent vom Transaktionsbetrag
Nexi GermanyAuszahlung auf ein ausländisches Bankkonto0,05 Prozent, mindestens 7,99 Euro je Überweisung

Quellen: myPOS-Preisseite Deutschland; Preis- und Leistungsverzeichnis der secupay AG, Dokumentstand 07.05.2026; Preis- und Leistungsverzeichnis der Nexi Germany GmbH, Stand 01.05.2026. Alle abgerufen am 01.08.2026, Beträge netto zuzüglich Umsatzsteuer, soweit in den Dokumenten so ausgewiesen.

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Brutto oder netto — wann die Gebühren abgezogen werden

Es gibt zwei Arten, Ihnen Ihr Geld zu überweisen. Bei der Nettoauszahlung zieht der Anbieter seine Entgelte gleich ab und überweist die Differenz. Bei der Bruttoauszahlung bekommen Sie den vollen Umsatz und die Entgelte werden separat in Rechnung gestellt.

Für die Buchhaltung ist die Bruttoauszahlung meist die sauberere Variante: Umsatz und Aufwand bleiben getrennt, die Zuordnung zu den Kassenaufzeichnungen fällt leichter, und der Vorsteuerabzug aus den Entgelten ist ohne Umrechnung nachvollziehbar. Genau deshalb ist sie mancherorts kostenpflichtig: Ein Anbieter berechnet für die Bruttoauszahlung einen Aufschlag von 0,10 Prozent, und denselben Aufschlag noch einmal für die tägliche Auszahlung. Wer beides möchte, zahlt kumuliert 0,20 Prozent.

Das ist eine Entscheidung, die Sie nicht mit dem Vertrieb, sondern mit Ihrer Steuerberatung treffen sollten. Sie hat Auswirkungen auf den Buchungsaufwand, und der kostet ebenfalls Geld — nur an anderer Stelle.

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Die Uhr läuft ab der Einreichung, nicht ab der Zahlung

Zwischen Zahlung und Auszahlung steht ein Schritt, den viele Betriebe für eine Formalität halten: die Einreichung der Umsätze, im Alltag meist als Kassenschnitt bekannt. Erst mit ihr beginnt die Abrechnung. Ein Terminal, das tagelang nicht abgeschlossen wird, verzögert also nicht die Zahlung, aber das Geld.

Und es kann teuer werden. Ein ausgewertetes Preisverzeichnis erhebt 0,30 Prozent, wenn die elektronische Einreichung zwei oder mehr Tage nach dem Umsatzdatum erfolgt; für bestimmte Mastercard-Vorgänge, die später als drei Werktage eingereicht werden, sind es 0,25 Prozent, mindestens 0,03 Euro. Ein anderes Vertragswerk sieht vor, dass der Kassenschnitt spätestens alle fünf Kalendertage erfolgt.

Für den Betrieb heißt das schlicht: Kassenschnitt gehört in den Tagesablauf, nicht in die Woche. Viele Geräte lassen sich auf einen automatischen Abschluss zu einer festen Uhrzeit einstellen — das ist die einfachste Maßnahme dieser ganzen Seite und kostet nichts.

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Fünf Fragen, bevor Sie unterschreiben

Diese fünf Antworten gehören schriftlich ins Angebot. Sie sind in jedem seriösen Gespräch in fünf Minuten zu klären.

01Auf welches Konto geht das Geld?
Direkt auf mein Hausbankkonto oder zuerst auf ein Konto des Anbieters? Falls Letzteres: Was kostet die Überweisung von dort zu mir, und gibt es ein Freikontingent?
02In welchem Rhythmus wird abgerechnet?
Täglich, wöchentlich, monatlich? Und ist der Rhythmus änderbar, ohne dass sich der Preis ändert?
03Wie viele Tage vergehen bis zur Gutschrift?
Gerechnet ab Einreichung, nicht ab Zahlung. Fragen Sie nach dem Regelfall und nach dem, was an Wochenenden und Feiertagen passiert.
04Brutto oder netto?
Werden die Entgelte vor der Auszahlung abgezogen oder separat berechnet? Kostet die Bruttoauszahlung extra?
05Was passiert bei einer Rückbuchung?
Wird der Betrag von der nächsten Auszahlung einbehalten, und fällt ein Bearbeitungsentgelt an? Gibt es eine Sicherheitseinbehaltung, und wenn ja, in welcher Höhe und wie lange?
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Häufige Fragen zur Auszahlung

Gibt es eine gesetzliche Frist, bis wann ausgezahlt werden muss?

Für die Gutschrift beim Händler gibt es keine allgemeine gesetzliche Frist, die einen Tag festlegt — maßgeblich ist der Vertrag mit Ihrem Acquirer. Das Zahlungsdiensterecht regelt Ausführungsfristen im Zahlungsverkehr, nicht den Abrechnungsrhythmus einer Kartenakzeptanz. Verlassen Sie sich deshalb auf die vertragliche Zusage und lassen Sie sie sich beziffern.

Warum halten manche Anbieter einen Teil des Umsatzes zurück?

Weil sie das Rückbuchungsrisiko tragen. Wird eine Zahlung Wochen später vom Karteninhaber angefochten, muss der Betrag zurückfließen. Sicherheitseinbehalte sind vor allem bei Vorkasse-Geschäften, langen Lieferzeiten und bei neuen Händlern ohne Zahlungshistorie üblich. Fragen Sie vorab nach Höhe und Dauer — das ist ein regulärer Vertragsbestandteil, kein Sonderfall.

Ist eine tägliche Auszahlung immer besser?

Nur wenn sie nichts kostet. Wo jede Auszahlung ein Entgelt trägt oder ein Aufschlag für tägliche Abrechnung erhoben wird, kann eine wöchentliche Sammelauszahlung deutlich günstiger sein. Rechnen Sie es einmal für Ihren Betrieb durch: Anzahl der gewünschten Auszahlungen mal Entgelt, verglichen mit dem Liquiditätsvorteil.

Wieso steht auf meiner Abrechnung ein anderer Betrag als auf dem Kontoauszug?

In aller Regel, weil netto ausgezahlt wird: Der Kontoauszug zeigt den Umsatz abzüglich der Entgelte, die Abrechnung zeigt beide Größen getrennt. Ein zweiter häufiger Grund sind Rückbuchungen und Gutschriften, die mit der nächsten Auszahlung verrechnet werden. Wenn sich die Differenz damit nicht erklären lässt, fordern Sie die aufgeschlüsselte Abrechnung an — darauf haben Sie einen Anspruch.

Was passiert mit Umsätzen, die am Vertragsende noch offen sind?

Sie werden abgerechnet, aber der Zeitpunkt kann sich verschieben, und häufig wird ein Teil bis zum Ablauf der Rückbuchungsfristen einbehalten. Das ist einer der Punkte, die vor der Kündigung geklärt gehören — zusammen mit der Rückgabe der Geräte. Wie ein Wechsel ohne Ausfall abläuft, steht auf unserer Seite zum Anbieterwechsel.

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Quellen und Stand

Ausgewertet wurden die öffentlichen Preisseiten von SumUp, Zettle und myPOS für Deutschland sowie die Preis- und Leistungsverzeichnisse der secupay AG (Dokumentstand 07.05.2026), der Nexi Germany GmbH (Stand 01.05.2026) und der REA Card GmbH (Stand 04/2025). Abrufstand aller Quellen ist der 1. August 2026.

Nicht öffentlich verfügbar waren zum Abrufzeitpunkt die Rückbuchungsentgelte zweier Anbieter; sie sind deshalb hier nicht beziffert. Angaben zu Auszahlungsproblemen aus Bewertungsportalen sind bewusst nicht verwendet — es handelt sich um Nutzermeinungen, nicht um belegte Sachverhalte. Diese Seite ist eine kaufmännische Einordnung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Reden wir bei Ihnen im Betrieb.

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