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Fehlercodes

Fehlercode am EC-Gerät — was die Nummer bedeutet und was jetzt zu tun ist

Auf dem Display steht eine Zahl, der Kunde wartet, und im Netz findet man zu derselben Zahl zwei verschiedene Erklärungen. Diese Seite ordnet die Codes danach, wer sie lösen kann — und zeigt die drei Fälle, in denen Sie den Kunden gerade nicht wegschicken sollten.

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Die Nummer ist keine Fehlermeldung, sondern eine Antwort

Wenn ein Kartenterminal eine Zahlung ablehnt, zeigt es in den meisten Fällen eine zwei- oder dreistellige Zahl an. Diese Zahl ist kein Defekt und meistens auch kein Hinweis auf Ihr Gerät. Sie ist ein Antwortcode: Das Terminal hat eine Anfrage losgeschickt, irgendwo auf der Strecke hat jemand darauf geantwortet, und das Display gibt diese Antwort weiter. Der weitaus größte Teil aller Codes entsteht also außerhalb Ihres Betriebs.

Das erklärt, warum die naheliegende Reaktion oft die falsche ist. Bei einer abgelehnten Zahlung wird zuerst das Gerät neu gestartet. Ein Neustart hilft bei Verbindungsproblemen und bei hängenden Vorgängen — gegen eine bewusste Ablehnung der kartenausgebenden Bank richtet er nichts aus. Umgekehrt gibt es eine kleine Gruppe von Codes, bei denen Sie in zehn Sekunden zum Erfolg kommen, wenn Sie wissen, was sie sagen wollen.

Dafür lohnt es sich, die Codes nicht nach Nummer zu sortieren, sondern nach Zuständigkeit. Die praktische Frage an der Kasse lautet nie "was bedeutet 51", sondern "kann ich das hier gerade lösen, oder muss ich jemanden anrufen". Genau so ist die Tabelle weiter unten aufgebaut.

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Warum zwei Listen zur selben Nummer Verschiedenes sagen

Wer eine Codenummer sucht, findet widersprüchliche Angaben — und beide Seiten haben in gewisser Weise recht. Am Terminal treffen nämlich mehrere Nummernwelten aufeinander: die Schnittstelle zwischen Kasse und Terminal hat eigene Statuscodes, die Autorisierungsnachricht folgt einem internationalen Nachrichtenstandard, und darüber liegen die Antwortcodes des Netzbetreibers und des Acquirers. Dieselbe Zahl kann in zwei dieser Welten zwei verschiedene Dinge heißen.

Der bekannteste Fall ist die 51. In der internationalen Nachrichtennorm steht sie für fehlende Deckung. In der veröffentlichten Antwortcodeliste eines deutschen Netzbetreibers steht sie für ein überschrittenes Limit im Unterschriftsverfahren, verbunden mit einer klaren Handlungsanweisung: die Zahlung als girocard-Zahlung mit PIN durchführen. Das sind zwei völlig verschiedene Konsequenzen am Kassenplatz — einmal schicken Sie den Kunden weg, einmal machen Sie den Umsatz.

Daraus folgt eine Regel, die wichtiger ist als jede einzelne Nummer: Verbindlich ist die Codeliste Ihres eigenen Netzbetreibers, nicht die erstbeste Tabelle aus einer Suchmaschine. Diese Liste ist kein Geheimnis. Fragen Sie danach, wenn Sie ein Terminal aufschalten lassen, und legen Sie sie an den Kassenplatz — nicht in den Ordner im Büro. Die Übersicht auf dieser Seite ist eine Lesehilfe für den deutschen girocard-Betrieb, kein Ersatz dafür.

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Die drei Fälle, in denen Sie den Kunden nicht wegschicken sollten

Es gibt eine Gruppe von Ablehnungen, die gar keine Ablehnung der Karte ist. Das Terminal hat den Vorgang in einem bestimmten Verfahren versucht, dieses Verfahren ist in diesem Moment nicht zulässig — und dieselbe Karte funktioniert im nächsten Anlauf. Wer hier "Karte abgelehnt" liest und um eine andere Karte bittet, verliert regelmäßig einen Umsatz, den er längst hätte.

Erster Fall: ein überschrittenes Limit im Unterschriftsverfahren (Code 51). Beim Unterschriftsverfahren wird keine Autorisierung bei der Bank eingeholt; die Beträge, die darüber laufen dürfen, sind deshalb begrenzt. Ist die Grenze erreicht, lautet die dokumentierte Anweisung: dieselbe Karte, aber als girocard-Zahlung mit PIN. Zweiter Fall: die Karte steht auf der Sperrliste für genau dieses Unterschriftsverfahren (Code 61). Ein solcher Eintrag entsteht typischerweise nach einer Rücklastschrift und schließt nur den Lastschriftweg aus — die PIN-Zahlung bleibt möglich.

Dritter Fall: Kontaktlos geht gerade nicht (Codes 19 und 65). Im girocard-System muss nach einer bestimmten Zahl kontaktloser Zahlungen oder ab einer kumulierten Summe wieder die PIN eingegeben werden; das ist eine Sicherheitsregel, kein Defekt. Die Lösung ist ein Satz: "Stecken Sie die Karte bitte einmal ein." Auch ein Code, der bei einer Kreditkarte die PIN-Eingabe verlangt (Code 77), gehört in diese Gruppe.

Merksatz für den Kassenplatz: Bevor Sie nach einer anderen Karte fragen, probieren Sie dieselbe Karte einmal gesteckt und mit PIN. Das kostet zehn Sekunden und erledigt einen erheblichen Teil der Fälle, die sonst als Ablehnung enden.

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Was die Nummer über die Zuständigkeit sagt

Sortiert nach dem, was Sie als Nächstes tun — nicht nach Zahlenreihenfolge. Die Liste enthält bewusst nicht jeden existierenden Code, sondern die, bei denen die Deutung über Umsatz oder einen unnötigen Anruf entscheidet.

CodeWas dahinterstecktWer es löstIhr nächster Schritt
51Limit im Unterschriftsverfahren überschrittenSie, an der KasseDieselbe Karte stecken und mit PIN als girocard-Zahlung wiederholen
61Karte steht auf der Sperrliste für das UnterschriftsverfahrenSie, an der KasseDieselbe Karte mit PIN — der Eintrag sperrt nur den Lastschriftweg
19 und 65Kontaktlos in diesem Moment nicht zulässig (Kumulationsregel)Sie, an der KasseKarte stecken statt auflegen, dann PIN
77Bei Kreditkarten: PIN-Eingabe erforderlichSie, an der KasseVorgang mit PIN-Eingabe wiederholen
55 und 75PIN falsch, beziehungsweise zu oft falsch eingegebenDer KundeEinmal neu eingeben lassen; nach mehrfacher Fehleingabe ist die Karte gesperrt
05, 13, 42Entscheidung der kartenausgebenden Bank: Ablehnung, Betragsgrenze, SperreDie Bank des KundenAndere Karte oder bar — den Grund erfahren weder Sie noch wir
33 und 54Karte abgelaufenDer KundeAnderes Zahlungsmittel; ein Blick auf das Gültigkeitsdatum bestätigt es sofort
80Für diese Kartenart fehlt der AkzeptanzvertragIhr Vertrag, nicht Ihr GerätNicht melden als Störung — klären, welche Kartenarten freigeschaltet sind
03, 58, 86Stammdaten, Vertragsunternehmensnummer oder Zulassung passen nicht zusammenDer NetzbetriebMelden mit Terminal-ID; das ist eine Sache der Aufschaltung, keine Bedienfrage
82 und 83Terminal gesperrt oder die Kennung ist bereits anderer Hardware zugeordnetDer NetzbetriebMelden; tritt typisch nach Gerätetausch oder unterbrochener Erstinstallation auf
68, 91, 96Strecke oder Gegenstelle antwortet nichtWartet sich aus — oder der NetzbetriebNach kurzer Zeit erneut versuchen; bei Wiederholung mit Uhrzeit melden

Bedeutungen nach der öffentlich veröffentlichten Antwortcode-Übersicht der Nexi Germany GmbH (Stand 1. August 2024), gegengeprüft an einer zweiten Händlerliste. Codes sind nicht durchgängig normiert: Maßgeblich ist die Liste Ihres eigenen Netzbetreibers. Die Handlungsempfehlungen in Spalte vier sind unsere Einordnung für den deutschen girocard-Betrieb.

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Wo Sie den Code nachträglich wiederfinden

Der häufigste Grund, warum ein Fall nicht geklärt werden kann, ist banal: Die Nummer hat niemand aufgeschrieben, und ein Neustart hat die Anzeige gelöscht.

01Auf dem Händlerbeleg
Abgelehnte Vorgänge erzeugen in aller Regel ebenfalls einen Beleg, und darauf steht der Antwortcode zusammen mit Uhrzeit, Betrag und Terminal-ID. Das ist die belastbarste Quelle, weil sie nicht von der Erinnerung abhängt.
02Im Journal des Terminals
Die meisten Geräte führen eine Liste der letzten Vorgänge, die sich am Display aufrufen und nachdrucken lässt. Praktisch, wenn der Beleg schon im Papierkorb liegt und der Vorfall eine Stunde zurückliegt.
03Im Fotoapparat in Ihrer Tasche
Drei Sekunden für ein Foto des Displays ersparen später zehn Minuten Rückfragen. Machen Sie es, bevor Sie irgendetwas verändern — insbesondere vor einem Neustart.
04Im Protokoll auf der Strecke
Ob eine Autorisierungsanfrage überhaupt angekommen ist und welche Antwort zurückkam, ist im Netzbetrieb protokolliert. Deshalb lässt sich eine strittige Zahlung auch dann klären, wenn bei Ihnen kein Zettel mehr existiert — mit Terminal-ID, Datum, Uhrzeit und Betrag als Suchschlüssel.
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Wenn derselbe Code wiederkommt

Ein einzelner Code ist eine Momentaufnahme. Aussagekräftig wird er erst durch das Muster: bei welchen Karten, an welchen Geräten, seit wann.

Das MusterWas es nahelegtWomit Sie die Meldung eröffnen
Einmalig, danach läuft allesKarte, Kundenlimit oder eine kurze Störung auf der StreckeGar nicht — notieren reicht, falls es wiederkommt
Jede Karte, ein GerätStammdaten, Zulassung oder Anbindung dieses einen AnschlussesTerminal-ID dieses Geräts und der Code — nicht die Modellbezeichnung
Jede Karte, alle GeräteStrecke, Vertragsdaten oder Netz vor OrtOb andere Geräte im Haus online sind, und seit wann es auftritt
Nur eine KartenmarkeDiese Kartenart ist nicht oder nicht mehr freigeschaltetWelche Marke betroffen ist — das ist eine Vertrags-, keine Technikfrage
Immer ab einem bestimmten BetragEine Limitgrenze, häufig im UnterschriftsverfahrenAb welchem Betrag es kippt und ob es mit PIN durchläuft
Seit einem bestimmten TagEtwas hat sich geändert: Router, Kassenupdate, Gerätetausch, UmzugWas an diesem Tag passiert ist — diese eine Angabe verkürzt jede Suche
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Was Sie in dieser Sache von einem Anbieter verlangen können

Eine verständliche Codeliste ist keine Zusatzleistung, sondern gehört zur Aufschaltung. Wer ein Terminal betreibt, sollte drei Dinge in der Hand haben: die Liste der Antwortcodes seines Netzbetreibers, die Angabe, welche Kartenarten freigeschaltet sind, und die Nummer, unter der jemand erreichbar ist, wenn die ersten beiden nicht weiterhelfen. Fragen Sie danach vor Vertragsschluss — danach ist es eine Bitte, vorher eine Bedingung.

Der zweite Punkt hängt enger mit den Codes zusammen, als es aussieht. Ein Teil der Ablehnungen, die im Betrieb als technische Störung gemeldet werden, ist in Wahrheit eine Vertragslücke: Eine Kartenart ist schlicht nicht freigeschaltet. Das lässt sich in einem Telefonat klären, kostet aber Wochen, wenn es als Gerätedefekt behandelt wird.

Und der dritte: Fragen Sie, ob das Unterschriftsverfahren auf Ihrem Terminal überhaupt aktiv ist und mit welcher Absicherung. Wenn Sie die Codes 51 und 61 regelmäßig sehen, ist das die eigentliche Frage dahinter — nicht die Nummer, sondern das Verfahren, das sie auslöst.

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Häufige Fragen zu Fehlercodes

Was bedeutet Fehler 51 am EC-Gerät?

Nach der veröffentlichten Antwortcodeliste eines deutschen Netzbetreibers steht 51 für ein überschrittenes Limit im Unterschriftsverfahren, mit der Anweisung, die Zahlung stattdessen als girocard-Zahlung mit PIN durchzuführen. In der internationalen Nachrichtennorm bedeutet dieselbe Zahl fehlende Deckung — deshalb kursieren zwei Deutungen. Verbindlich ist die Liste Ihres eigenen Netzbetreibers.

Muss der Kunde bei Fehler 51 eine andere Karte nehmen?

In aller Regel nicht. Probieren Sie zuerst dieselbe Karte gesteckt und mit PIN. Die Anweisung, die zu diesem Code gehört, zielt genau darauf. Erst wenn auch das abgelehnt wird, ist ein anderes Zahlungsmittel der nächste Schritt.

Was heißt Fehlercode 61?

Die Karte steht auf der Sperrliste für das Unterschriftsverfahren. Solche Einträge entstehen typischerweise nach einer Rücklastschrift und schließen den Lastschriftweg aus, nicht die Karte selbst. Eine girocard-Zahlung mit PIN ist davon nicht betroffen.

Ist ein Fehlercode ein Gerätedefekt?

Meistens nicht. Der Code ist die Antwort auf eine Anfrage, die das Terminal weitergereicht hat. Nur eine kleine Gruppe von Codes zeigt auf das Gerät oder seine Stammdaten — erkennbar daran, dass sie unabhängig von der Karte immer wieder auftritt.

Hilft ein Neustart bei einem Fehlercode?

Bei Verbindungsproblemen und hängenden Vorgängen ja, bei einer Ablehnung durch die Bank nein. Wichtiger ist die Reihenfolge: erst Code notieren oder fotografieren, dann neu starten. Ein Neustart löscht sonst die einzige belastbare Information über die Ursache.

Warum veröffentlichen Sie hier keine vollständige Codeliste?

Weil sie nicht vollständig sein kann, ohne falsch zu werden. Ein Teil der Codes ist vom Netzbetreiber oder vom Acquirer selbst vergeben und unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter. Wir zeigen die Codes, bei denen die Deutung über Geld entscheidet, und sagen dazu, woher sie stammen — statt eine Tabelle zu übernehmen, deren Gültigkeit für Ihr Gerät wir nicht kennen.

Mein Terminal zeigt bei jeder Karte denselben Code. Was tun?

Das ist das Muster, bei dem Selbsthilfe selten weiterführt. Prüfen Sie kurz, ob andere Geräte im Haus online sind, und melden Sie den Fall dann mit Terminal-ID, Code, Uhrzeit und der Angabe, was sich zuletzt geändert hat.

Gilt diese Übersicht auch in Österreich?

Nein. Unterschriftsverfahren, Sperrdatei und girocard sind deutsche Verfahren. Für Bankomatkassen in Österreich haben wir keine gleichwertig belegte Codeliste, und eine Übersetzung dieser Seite wäre dort in wesentlichen Punkten falsch.

Reden wir bei Ihnen im Betrieb.

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